Bandinfos: Bandbio Part V

Ebenso plakativ wie Krügers Comics und ähnlich knallig wie der Mix von Producer Andy Classen machen sich die traditionell schrägen, originellen und kaputten Songtexte bemerkbar. Auf "Beast Of Bourbon" rangiert das Spektrum von Zärtlichkeiten mit der geballten Faust (´Fistful Of Love´) bis hin zu alkoholgeilen Außerirdischen, die das deutsche Reinheitsgebot von 1516 geklaut und damit auf ihrem drittklassigen Planeten eine blühende Brauindustrie aufgezogen haben (´Alien Revenge´).

 

Weitere Schlaglichter:

 

  • ´Die With A Beer In Your Hand´ funktioniert als Persiflage auf beinahe harte Burschen wie Manowar und Konsorten, die statt in Begleitung eines nahrhaften Gerstentees lieber beim Schwerter-Posing mit gleichgesinnten Blechdosenrittern ins Gras beißen. ("Sword held higher - who´s the liar? - I have the beer of fire")
  • ´Genetic Overkill´ führt die Tradition von ´Chemical Invasion´ fort und sorgt mit der unterschwelligen Botschaft "genmanipulierte Nahrungsmittel = genmanipuliertes Bier" für Horrorvisionen bei Hopfensaftliebhabern.
  • ´Under Friendly Fire´ beschreibt US-amerikanische Kampfjetpiloten als aufgeputschte Amokflieger, die im Speed-Wahn von Feind bis Freund alles abknallen, was sich bei der "Operation Wüstenwurm" zwischen den Dünen verirrt hat.
  • ´We´re Coming Back´ ist eine Coverversion der britischen Punkrocker Cocksparrer. Den Weg ins Tankard-Repertoire fand die Nummer auf ungewöhnlichem Weg - als beliebte Fußball-Hymne im CD-Wechsler diverser Reisebusse: Signore Geremia ist nebenberuflich Mitorganisator der Firma "Analsex Tours". Das Unternehmen (Gerre: "Mein Abschreibungsprojekt für die Tankard-Millionen!") hat sich in Zusammenarbeit mit Kompagnons wie der Familie Geiselgangster darauf spezialisiert, Fans von Eintracht Frankfurt zu Auswärtsspielen zu kutschieren.
  • Mit ´Dead Men Drinking´ feiern die Jungs nicht nur den konstant üppigen Edelgas-Ausstoß ihres Managers Buffo, sondern vor allem den Umstand, dass sie trotz der für sie "lauen Neunziger" durchgehalten und sich ihren Spirit als humorbegabte Thrasher mit Bodenhaftung stets bewahrt haben. Der mehrfach von allerlei Szene-Experten totgesagte Äppelwoi-Act ist mitten in der anhaltenden Rezession des Musikmarkts gefragt wie lange nicht mehr. Und wenn´s nach TANKARD geht, ist ein Ende auch noch lange nicht in Sicht.

    "The Beauty and the Beer" ist mal wieder dafür der beste Beweis.

Discography:

  • 1984: Heavy Metal Vanguard (Demo)
  • 1985: Alcoholic Metal (Demo)
  • 1986: Zombie Attack
  • 1987: Chemical Invasion
  • 1988: The Morning After
  • 1989: Alien (Mini-LP)
  • 1989: Hair Of The Dog
  • (Best-of, ursprünglich für den britischen Markt gedacht, letztlich auf Grund des schönen Krüger-Covers allerdings europaweit als Sammlerstück veröffentlicht)
  • 1990: The Meaning Of Life
  • 1990 Open All Night (Live-Video)
  • 1991: Fat, Ugly And Live
  • 1992: Stone Cold Sober
  • 1994: Two-Faced
  • 1994: TANKWART - Aufgetankt
  • 1995: The Tankard
  • 1996: TANKWART -Himbeergeist zum Frühstück
  • 1998: Disco Destroyer
  • 2000: Kings Of Beer
  • 2002: B-Day
  • 2003: Beast Of Bourbon
  • 2006: The Beauty and the Beer

Musikanten:

  • Andreas "Gerre" Geremia (v., seit 1982)
  • Frank Thorwarth (b., seit 1982)
  • Olaf Zissel (dr., seit 1994)
  • Andy Gutjahr (g., seit 1998)